Alumna Konstanze Werner, Universität Mainz/ München

Lehrbeauftragte am Institut für Publizistik

1. Angaben zu deiner Person: Name? Alter? Wann hast du dein Studium abgeschlossen?
Konstanze Werner, 69, Examen 1974 in Mainz als Diplom-Volkswirt mit Wahlfach Publizistik.

2. Wo hast du deinen medienbezogenen Studiengang absolviert?
Universität Mainz (Publizistik) und Universität München (damals: Zeitungswissenschaften)

3. Wie ist die Bezeichnung deines Bachelor-, Diplom- und/oder deines Masterabschlusses? Hast du deine Abschlüsse an unterschiedlichen Universitäten erworben?
Diplom-Volkswirt

4. Wo bist du in der Berufswelt untergekommen? (Welche Branche? Welcher Tätigkeitsbereich? Welcher Standort?)
Ich habe schon vor dem Studium ein Zeitungsvolontariat absolviert, während des Studiums bei Zeitung, Radio und Fernsehen gearbeitet und direkt nach dem Examen bi-medial (im vorigen Jahrtausend gab’s das auch schon 😉 beim damaligen SWF in Mainz als Reporterin angefangen. Nach einem Jahr Redakteurin, nach sechs Jahren Redaktions-, später Abteilungsleiterin. 25 Jahre Lehrbeauftragte am Institut für Publizistik.

5. Welche Aspekte aus dem Studium haben dich besonders auf deinen Job/ deine Jobs vorbereitet?

An der Uni München (Zeitungswissenschaft) gab es einen sehr praktischen Fernsehkurs, da hab‘ ich „Blut geleckt“, in Mainz durfte ich am Studienende schon ein (damals noch nicht im publizistischen Lehrplan vorhandenes) Radio-Praktikum anbieten – Prof. Noelle hat mir viel Freiraum gegeben!

6. Und welche Studieninhalte hast du nach dem Abschluss nie wieder gebraucht?
Mein ökonomisches Wissen war im Fernsehen eher „oberflächlich“ gefragt…

7. Hast du während deines Studiums oder danach Praktika absolviert? Wenn ja, welche? Haben dich diese praktischen Erfahrungen gut auf deine berufliche Laufbahn vorbereitet?

Bis auf das ZDF-Praktikum waren alle anderen Jobs schon „richtig bezahlt“ – da hat sich die Ausbildung vor dem Studium (doppelt) ausgezahlt.

8. Welche Tipps hast du für Studenten, die in Kürze auf Jobsuche im Mediensektor gehen oder bereits auf der Suche sind?
-> Mehr Praktika absolvieren als die Studienordnung vorschreibt.
-> Keine „Hochglanz“-Hospitanzen (Spielfilm-oder „Auslands“-Redaktion z.B.), sondern in Redaktionen, in denen Hospis/Praktikanten auch selbst etwas machen dürfen, also eher: Landesstudios.
-> Immer Zeugnisse erbitten, notfalls hartnäckig.
-> Immer nach (auch zeitweiser/limitierter) Weiterbeschäftigung fragen – wenn’s klappt: das adelt den Lebenslauf.
-> Alle Praktiker, die Euch über den Weg laufen, nach Tipps und Hinweisen fragen.
-> Keine „Geldjobs“ für teure Konsumausgaben wie Urlaubs-Reisen oder überflüssige Autos annehmen, lieber in die Berufszukunft „investieren“.
-> Chance für Auslandsaufenthalte suchen (Ersamus u.a.). Kommt im Lebenslauf gut. Urlaubsreisen nicht angeben!
-> Nicht zögern beim ersten guten Angebot zuzuschlagen, auch wenn es noch nicht der Traumjob ist: der Beruf ist vielfältig, ändert sich ohnehin ständig und bietet deswegen immer auch neue Herausforderungen und Entwicklungschancen.
-> Ehrgeiz ist im Journalismus nicht verpönt!
-> Sucht Euch einen wohlgesonnenen Mentor/eine Mentorin. Manche (gute) Unternehmen helfen dabei.
-> Der Weg vom Journalismus zur PR ist einfach – der Rückweg schwieriger.
-> Weitere Tipps hier: http://www.konstanze-werner.de/bewerben.html

Werner, Konstanze