Alumnus Felix Kirschbacher, Universität Mainz

bis 01.01.2017: forschte, lehrte und promovierte in Mannheim

1. Angaben zu deiner Person: Name? Alter? Wann hast du dein Studium abgeschlossen?

Felix Kirschbacher, 31, 2012

2. Wo hast du deinen medienbezogenen Studiengang absolviert?

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

3. Wie ist die Bezeichnung deines Bachelor-, Diplom- und/oder deines Masterabschlusses? Hast du deine Abschlüsse an unterschiedlichen Universitäten erworben? (Wenn ja, worin lagen die Unterschiede zwischen BA und MA?)

Ich habe tatsächlich noch den wunderbaren Magister Artium machen dürfen, in der eher ungewöhnlichen Kombination Filmwissenschaft, Romanische Philologie (Französisch) und Evangelische Theologie.

4. Wo bist du in der Berufswelt untergekommen? (Welche Branche? Welcher Tätigkeitsbereich? Welcher Standort? Beschreibe hier kurz deinen beruflichen Werdegang nach dem Studium.)

Zwei Tage nach meiner letzten Prüfung habe ich direkt meinen neuen Job begonnen (was man nur machen sollte, wenn es wirklich nicht anders geht…), allerdings habe ich die Branche dabei nicht gewechselt. Mein Magisterarbeitsbetreuer hat mich als wissenschaftlichen Mitarbeiter mit an seinen neuen Lehrstuhl in der Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Mannheim genommen, nachdem ich bereits einige Zeit als studentische Hilfskraft für ihn gearbeitet hatte. Seitdem forsche, lehre und promoviere ich in Mannheim.

5. Welche Aspekte aus dem Studium haben dich besonders auf deinen Job/ deine Jobs vorbereitet?

Durch den Verbleib in der Wissenschaft habe ich das Glück, auf relativ viele Fähigkeiten zurückgreifen zu können, die ich mir während des Studiums angeeignet habe. Recherchieren, lesen, analysieren, systematisch denken und schreiben, all das brauche ich weiterhin. Und nicht zu unterschätzen sind die eigenen (positiven und negativen) Erfahrungen als Student in Lehrsituationen, wenn man plötzlich auf der anderen Seite des Veranstaltungsraums steht.

6. Und welche Studieninhalte hast du nach dem Abschluss nie wieder gebraucht?

Das ist nicht leicht zu beantworten. Einerseits kann man als Film- und Fernsehwissenschaftler natürlich relativ sicher davon ausgehen, dass man z. B. nie wieder etwas mit französischer Sprachgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts zu tun haben wird. Das heißt andererseits aber nicht, dass man aus entsprechenden Vorlesungen oder Seminaren nicht doch etwas mitnimmt, was einem auch in Zukunft helfen könnte. Und das müssen nicht zwangsläufig nur die so umschwärmten social skills sein.

7. Hast du während deines Studiums oder danach Praktika absolviert? Wenn ja, welche? Haben dich diese praktischen Erfahrungen gut auf deine berufliche Laufbahn vorbereitet?

Ich war und bin kein Freund von Praktika (zumindest nicht zu den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen), ich habe lieber während des Studiums gearbeitet – was sich auch ausgezahlt hat, weil ich gerade so sehr viele hilfreiche Anregungen und Ideen sammeln konnte, wie man beispielsweise sinnvoll mit Menschen in Arbeitssituationen umgehen und sich langfristig an einem Arbeitsplatz organisieren kann.

8. Welche Tipps hast du für Studenten, die in Kürze auf Jobsuche im Mediensektor gehen oder bereits auf der Suche sind?

Aus eigener Erfahrung keine, allerdings habe ich viele FreundInnen in Medienberufen – und ich würde vor allem empfehlen, nicht zu eng zu denken und sich zu schnell auf eine bestimmte Branche oder Berufsrichtung festzulegen. „Irgendwas mit Medien“ studiert zu haben und machen zu wollen, muss kein Nachteil sein, sondern kann auch ein Hinweis auf die Vielseitigkeit von MedienwissenschaftlerInnen und anverwandten AbsolventInnen sein. Und: Keine Angst vor ein oder zwei Semestern mehr, so frei in der Gestaltung seines Lebens wird man wohl nie wieder.

 

Felix Kirschbacher_15